Zuchthistorie

Mit der fortschreitenden Mechanisierung der Landwirtschaft verlor das Schleswiger Kaltblutpferd seinen Arbeitsplatz und verschwand (fast) vollständig. Von den unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg mehr als 25.000 Stuten und 450 Hengsten fanden sich in den 70er Jahren noch 35 Stuten und 5 Hengste. Das Überleben dieser wenigen Tiere hat die Familie Isenberg (Gut Kamp, Travenhorst, Kreis Segeberg) gesichert, indem Jürgen Isenberg dafür sorgte, dass das Schleswiger Kaltblutpferd in die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen bei der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) aufgenommen wurde, wo es leider bis heute die Stufe II (stark gefährdet) einnimmt.

Ein weiterer überlebenswichtiger Schritt ging von Bernd Hansen (Silberstedt, Kreis Schleswig-Flensburg), dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins Schleswiger Pferdezüchter e.V. (V.S.P.) aus, der frühzeitig für erste Hengste Kryokonservierung (Spermakonservierung in flüssigem Stickstoff) durchführen ließ, so dass heute von 20 gekörten Hengsten entsprechend eingelagertes Sperma vorhanden ist.

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